Innovation

Einen Monat bargeldlos bezahlen – Ergebnisse eines Selbsttests

Ob in der Eisdiele, bei der Post oder beim Wocheneinkauf – der Versuch zeigt, wo ich erfolgreich bargeldlos meine Alltagsaufgaben meistern kann und wo ich mit leeren Händen weggeschickt werde.

By Luna Kilian, Gastautorin auf der Suche nach den neuesten Trends in der Payment-Branche

Selbsttest

Der Versuch beginnt vielversprechend mit einem Shopping-Ausflug auf die Einkaufsmeile. Das perfekte Sommeroutfit im Modegeschäft bezahle ich reibungslos mit der Smartwatch. Dazu ein schönes Paar Sandalen – kein Problem, auch hier kann das Portemonnaie in der Tasche bleiben, die Zahlung erfolgt schnell und unkompliziert mit dem Smartphone. Der richtige Schmuck macht den Look komplett und die passende Boutique ist nur einige Meter entfernt. Diesmal greife ich zur Karte und bezahle kontaktlos – wieder akzeptiert der Verkäufer die Karte ganz selbstverständlich. Meine Einkäufe werden in Echtzeit übersichtlich in meiner Banking-App aufgelistet.

Zeit für einen erfrischenden Eiskaffee in der Sonne. Langsam habe ich keine Hand mehr frei. Gut, dass der Geldbeutel in der Tasche bleiben kann, denn meine Bestellung bezahle ich bei der Café-Kette auf der Einkaufsmeile wieder mit der Smartwatch. 

Bücherkauf und Parkgebühr – problemlos mit der Karte bezahlt

Bevor es nach Hause geht, mache ich noch einen Abstecher zur Buchabteilung im Kaufhaus, um mich vor dem Wochenende mit angekündigtem Regenwetter mit neuer Literatur einzudecken. Das zufriedenstellende Signal ertönt beim Bezahlen mit der Karte an der Kasse. 

Das Parkhaus unterstützt meinen Bargeldlos-Versuch ebenfalls – kontaktlos begleiche ich die fällige Gebühr mit dem Handy am Parkautomaten, ganz schnell und ohne PIN oder Unterschrift, da das Parkticket mit 6 Euro unter dem Kontaktloslimit von 25 bzw. 50 Euro liegt. 

Die Zwischenbilanz fällt erfreulich aus: Shoppingzentren und Einkaufsmeilen sind für die zeitgemäßen Bezahlmethoden gerüstet. Hier muss niemand eine Bank suchen, um alles zu erledigen, was auf dem Einkaufszettel steht.

Einen Dämpfer bekomme ich einige Tage später bei der Autowerkstatt. Für eine saftige Rechnung muss ich die Spielregeln brechen, denn die Werkstatt akzeptiert noch keine Kreditkarte. Aus meiner Idee, mal eben in der Mittagspause das reparierte Auto abzuholen, wird nichts. Stattdessen muss ich doch einen Geldautomaten suchen. Wenigstens auf dem Weg zur Bank, die recht weit entfernt ist, komme ich ohne Münzen und Scheine aus. Denn die Fahrkartenautomaten sind auf meiner Seite. Ob mit der Karte, der Uhr oder dem Handy – der Weg zum Ticket ist ein leichter.

Ohne Brötchen und ohne Briefmarke   

Neuen Herausforderungen begegne ich mit meinem Experiment bei einem Streifzug durch die kleinen Läden in der Nachbarschaft. Viele vorgenommene Erledigungen bleiben auf der Strecke. Die kleine Traditionsbäckerei akzeptiert meine Karte nicht. Auf Nachfrage reagiert der Fachverkäufer mit Achselzucken, doch diese Frage höre er nicht zum ersten Mal, sagt er. Der Chef habe sich noch nicht dazu entschieden, der junge Mann zahle selbst im Alltag am liebsten mit seinem Handy, wie er gesteht. Ohne Brötchen mache ich mich auf zur Post. Wieder vergeudete Zeit in der Warteschlange – leider keine Kreditkarten akzeptiert. Wenigstens in der Drogerie geht’s für mich wieder bergauf. Meinen Einkauf bezahle ich mit dem Smartphone, während eine Dame in der Schlange ganz fasziniert den Vorgang beobachtet. 

Mein Wocheneinkauf im Supermarkt beweist ebenfalls immer wieder: Digitale und kontaktlose Bezahlungen sind inzwischen Teil des Alltags. Und selbst auf dem Wochenmarkt ist die Kartenakzeptanz auf dem Vormarsch – etwa beim Spargelstand hält mir die Verkäuferin ganz selbstverständlich das mobile Bezahlterminal entgegen. 

Auch im Restaurant bezahle ich das Abendessen ganz entspannt mit der Karte. Die meisten Ketten, ob im Food, Bekleidungs- oder Entertainmentsektor akzeptieren Zahlungen mit Visa problemlos. Gerade in Corona-Zeiten hat das bargeldlose Bezahlen einen noch größeren Mehrwert, da Smartphone und Karte nicht aus der Hand gegeben werden müssen. 

Visa unterstützt kleine Händler 

Viele kleine Händler und Gewerbetreibende haben noch Aufholbedarf. Der Kunde ohne Bargeld in der Tasche muss mit leeren Händen nach Hause gehen. Doch gerade dieses Segment ist ein wichtiger Teil der Wirtschaft. Kleine Händler und Betriebe füllen Nachbarschaften mit Leben und Persönlichkeit. Die meisten, mit denen ich im Rahmen meines Selbstversuchs gesprochen habe, seien einfach nicht gut informiert. Sie finden es zu kompliziert oder wollen die zeitgemäße Zahlungsweise nicht anbieten, weil sie es einfach nicht kennen und unsicher sind.

Um kleine Händler und Gewerbetreibende zu unterstützen, wurde beispielsweise von der Nachbarschaftsplattform nebenan.de und Visa die Initiative „Kauf nebenan“ ins Leben gerufen. Auf dem Visa Online-Portal für Händler finden genau diese Unternehmer aus unserer Nachbarschaft wie Bäcker:innen, Cafébetreiber:innen, Ladenbesitzer:innen und Marktstandbetreiber:innen außerdem schnell alle wichtigen Informationen zu Gebühren, Abrechnungen und Kartenzahlungen für ihr Geschäft. Zudem gibt Visa dort einen Überblick und so einen Vergleich zu den wichtigsten Anbietern – damit niemand mehr seine Kunden unverrichteter Dinge wegschicken muss. 

 

 

Gastautorin Luna Kilian

Als Gastautorin hält Luna Kilian für Visa Ausschau nach den neuesten Trends in der Zahlungsindustrie. In Selbstversuchen testet sie gerne die Grenzen des Alltagslebens aus. Luna ist ausgebildete Redakteurin und immer auf der Suche nach einer guten Geschichte. Sie selbst bezahlt übrigens am liebsten mit ihrem Smartphone.

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