Diese vier Bezahl-Mythen gehören 2026 der Vergangenheit an
Der Alltag ist in den letzten Jahren digitaler, vernetzter und so in vielerlei Hinsicht komfortabler geworden. Doch insbesondere rund ums digitale Bezahlen halten sich hartnäckig einige Mythen. Mit vier der größten Irrtümer räumen wir im Text auf.
Mythos 1: „Kontaktloses Bezahlen ist unsicher“
Ganz im Gegenteil: Das Bezahlen per aufgelegter Debit- oder Kreditkarte sowie per Smartphone oder Wearable ist genauso sicher, wie die Karte ins Terminal zu stecken. Die Kartendaten sind in beiden Fällen verschlüsselt. Hinter kontaktlosem Bezahlen steht die Near-Field-Communication-Technologie, kurz NFC. Diese funktioniert nur auf eine sehr geringe Distanz von wenigen Zentimetern.
Dennoch kommt immer wieder die Sorge auf, dass Betrüger:innen einfach im Vorbeigehen mithilfe eines mobilen Terminals Geld abbuchen oder Daten abgreifen. Das ist jedoch sehr unwahrscheinlich. Denn hierfür müssten die Betrüger:innen genau wissen, wo sich die Karte befindet und sich in unmittelbarer Nähe dieser aufhalten. Außerdem muss ein Terminal, das Visa Zahlungen verarbeiten kann, auf eine bestimmte Person registriert und auf Sicherheitsstandards geprüft sein. Jede Zahlung kann somit zurückverfolgt werden.
Und auch sonst ist geschützt, wer kontaktlos bezahlt: Bei höheren Beträgen (meist über 50 Euro) werden die Karteninhaber:innen, wie gewohnt, nach der Karten-PIN gefragt. Beim Bezahlen mit Smartphones und Wearables ist in der Regel eine Authentifizierung beispielsweise per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung notwendig.
Zudem greifen im Hintergrund dieselben strengen Sicherheitsstandards wie beim klassischen Einstecken der Karte. Jede Visa Debit- oder Kreditkartentransaktion wird im Hintergrund genau überprüft.
Faktencheck: Mobiles Bezahlen
Viele Transaktionen mit Visa Debit- oder Kreditkarte sind inzwischen außerdem Tokenzahlungen, darunter alle kontaktlosen mobilen Zahlungen mit im Smartphone hinterlegten Karten. Bei tokenisierten Zahlungen werden keine echten Kartennummern übertragen, sondern ein digitaler Platzhalter. Diese Tokens lassen keine Rückschlüsse auf die Karte zu. Ein beim Bezahlen verwendeter Token kann nur für die jeweilige Transaktion verwendet werden. Tokens sind für Betrüger:innen also wertlos.
Mythos 2: „Nur Bargeld ist wirklich sicher“
Münzen und Scheine bieten keinen besseren Schutz vor Verlust als Debit- oder Kreditkarten. Denn wer das Portemonnaie verlegt oder gestohlen bekommt, verliert das darin enthaltene Bargeld meist unwiederbringlich. Karten hingegen lassen sich in der Regel mit einem Anruf (Sperrnotruf 116 116) oder per Banking-App in Sekunden sperren. Sie können dann von Dritten nicht zum Geldabheben oder Bezahlen verwendet werden.
Mythos 3: „Mit Bargeld zahlen ist für Händler umsonst“
Wie die Kartenzahlung ist auch jegliche andere Form der Zahlungsabwicklung mit Kosten verbunden. Beim Bezahlen mit Bargeld fallen zwar keine Transaktionsgebühren an, kostenlos ist die Zahlungsmethode für Händler dennoch nicht.
Diese versteckten Kosten werden gern übersehen:
- Mitarbeitende müssen die Kasse zählen, Münzen sortieren und Wechselgeld vorbereiten. Das kostet Arbeitszeit.
- Bargeldbestände bergen ein gewisses Betrugs- und Diebstahlrisiko und müssen versichert und sicher transportiert werden.
- Händler müssen den Umsatz bei der Bank einzahlen oder sich Wechselgeld auszahlen lassen, dafür fallen oft Gebühren an.
Digitales Bezahlen ist für Händler hingegen oft schneller, hygienischer und reduziert Fehler beim Ausgeben von Wechselgeld. Auch die Abrechnung am Ende des Tages ist einfacher, da kein oder weniger Bargeld gezählt werden muss.
Von den Transaktionskosten, die im Rahmen einer Zahlung mit Visa Debit- oder Kreditkarte für Händler anfallen, erhält Visa in der Regel den kleinsten Anteil. Händler profitieren im Gegenzug von einer zuverlässigen und sicheren Zahlungsabwicklung, innovativen Akzeptanzlösungen und stetigen Investitionen in neue Sicherheitstechnologien.
Mythos 4: „Im Funkloch ist mobiles Bezahlen unmöglich“
Die Supermarktkasse steht im Untergeschoss oder es ist kein Datenroaming für das Urlaubsland verfügbar? Karteninhaber:innen können auch ohne aktive Internetverbindung per Smartphone bezahlen. Voraussetzung ist lediglich, dass das Zahlungsterminal mit dem Internet verbunden ist.
Die gängigen mobilen Bezahldienste mit hinterlegter Visa Karte sind technisch so konzipiert, dass sie jederzeit einsatzbereit sind. Sie ermöglichen Transaktionen, selbst wenn sich das Gerät im Flugmodus befindet. Eine Onlineverbindung des Anwenders oder der Anwenderin ist lediglich für das einmalige Einrichten nötig, nicht aber für den eigentlichen kontaktlosen Bezahlvorgang an der Kasse.
Moderne Technologien sorgen für hohe Sicherheit beim Bezahlen
Dank der neuen Technologien wird das Bezahlen immer unsichtbarer, sicherer und einfacher. Viele der Ängste stammen aus einer Zeit, in der die Technik noch in den Kinderschuhen steckte. Heute bieten biometrische Verfahren wie Face ID und Fingerabdruck sichere Schutzmechanismen beim Bezahlen.
Verbraucher:innen wissen die Vorteile digitalen Bezahlens zu schätzen, wie der Visa Payment Monitors 2025 zeigt: Bei den befragten Menschen in Deutschland nimmt die Beliebtheit von Bargeld ab. Nur noch 27 Prozent geben Bargeld als bevorzugtes Zahlungsmittel an, hinter der Debitkarte mit 38 Prozent. 71 Prozent wünschen sich sogar, überall mit Karte oder Smartphone zahlen zu können. Jede:r Fünfte (20 %) meidet Geschäfte, in denen nur Barzahlung möglich ist.