Mobilität der Zukunft

Mobility-as-a-Service erweitert klassische Verkehrsmittel um Mikromobilität und deckt damit auch die „letzte Meile“ ab. Doch was bedeutet das für die Reise-Erfahrung? Ein Blick in die nahe Zukunft.

Nick Mackie, Global Head Urban Mobility, Visa

August 06,2019 11:54 AM Eastern Time

 

Mobility-as-a-Service oder MaaS gilt als ehrgeiziges Ziel für viele Städte – die besondere Herausforderung liegt in der Integration öffentlicher und privater Verkehrsmittel in einer einzigen Plattform. Verkehrsexperten sind der Ansicht, durch MaaS könnte in dichten urbanen Gebieten ein so viel besseres Reiseangebot für Passagiere geschaffen werden, dass viele Verbraucher auf eigene Transportmittel verzichten. Keine Frage, MaaS verspricht viele Vorteile: Verbesserte Effizienz und Flexibilität sowie weniger Umweltverschmutzung sind nur einige Aspekte. Allerdings hängt die Umsetzung dieser Vision maßgeblich davon ab, wie gut die Branche kooperiert.

Wir bei Visa arbeiten deswegen mit allen beteiligten Akteuren zusammen, um ein wichtiges zentrales Element zu garantieren: das Bezahlen. Wir gehen Partnerschaften mit ÖPNV-Trägern ein, mit Stadtplanern, Think Tanks und Tech-Unternehmen; und wir sprechen mit den politischen Entscheidern. Denn wenn ein Bezahlnetzwerk und weitere technische Systeme von Anfang an in das Verkehrskonzept integriert werden, wird Verbrauchern eine effiziente und reibungslose Reise ermöglicht.

Erster und letzter Kilometer

Die Route verlief bisher immer von Haltestelle zu Haltestelle – bis zum Zielbahnhof oder zum Stadtzentrum. Heute geht es um die Reiseplanung von Tür zu Tür. Bus und Bahn transportieren jeden Tag Millionen Passagiere, allerdings bleibt die „letzte Meile“ eine Herausforderung, die es zu lösen gilt. Eine Möglichkeit ist die sogenannte Mikromobilität (micro mobility): Ein Sammelbegriff für Verkehrsmittel, die Passagiere zu Busstationen- und Bahnhöfen hin und wieder zurück befördern. Doch die Integration der Mikromobilität ist keine leichte Aufgabe. Bisherige Ansätze waren oft teuer und ineffizient.

Mit Bike-Sharing-Angeboten, E-Rollern und den ersten vollautomatischen Bussen, die weltweit in Städten getestet werden oder bereits zum Einsatz kommen, könnte Mikromobilität nun tatsächlich Realität werden. McKinsey spricht von „intuitiver Mobilität“ – denn Mikromobilität ist oft schneller als Kurztrips mit dem Auto. Theoretisch könnten so alle Strecken abgedeckt werden, die kürzer als acht Kilometer sind. Das entspricht 50 bis 60 Prozent aller Strecken, die Reisende heute in China, der EU und den USA zurücklegen.

Mikromobilität hat einen weiteren Vorteil: Als Teil des öffentlichen Nahverkehrs treibt Mikromobilität einen End-to-End-Ansatz voran, der sich weniger auf Privatfahrzeuge verlässt. Daraus entsteht eine ganzheitlichere Reise-Erfahrung in der Stadt – und städtische Verkehrsbetriebe können die Customer Experience ihrer Kunden nun besser managen, und so auch einen besseren Service bieten.

Die Bezahlerfahrung ist der Schlüssel zur durchgängigen Reise

Unabhängig davon, wie sich neue Mobilitätstechnologie entwickelt: Die Bezahlmöglichkeiten und die Bezahlerfahrung sind nach wie vor die Schlüssel für eine angenehme und reibungslose Reise. Denn Bezahlen und Mobilität gehören zusammen; der Zusammenhang zwischen einfachen Bezahlmöglichkeiten und einer Zunahme von Nutzern ist erwiesen. Der technische Fortschritt beim mobilen und kontaktlosen Bezahlen auf Basis eines leistungsfähigen Netzwerks wird dazu beitragen, ein schnelles, effektives und vereinfachtes Reise-Erlebnis zu schaffen.

Kurz gesagt: Lösungen von Anbietern, die Verbrauchern eine einfach zu verstehende und gleichzeitig überzeugende Erfahrung bieten, werden angenommen. Andere Lösungen werden in Vergessenheit geraten. Der nachhaltige Erfolg von Urban Mobility hängt davon ab, dass Unternehmen die Herausforderungen der urbanisierten Welt angehen und dabei eine herausragende User Experience bieten.

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