Visa Europe startet erstes Großprojekt für mobiles Bezahlen in Großbritannien

 

Frankfurt, 29. November 2007 - Visa Europe nimmt am ersten großen NFC (Near Field Communications) Pilotprojekt „O2 Wallet“ in Großbritannien teil. Ziel dieses Projektes ist es, den Einsatz von Mobiltelefonen bei Einkäufen, Veranstaltungstickets oder auch als Nahverkehrsticket, die Oyster Card, für das Reisen in und um London zu steigern. Zur Buchung wird das Handy ganz einfach vor ein Lesegerät gehalten. Über 500 Kunden des Mobilfunkanbieters O2 nehmen am über sechs Monate laufenden Pilotprojekt teil. Nutzen können die Testpersonen diese mobile Zahlungsmethode an ausgewählten Orten in ganz London im Zeitraum vom 28. November 2007 bis Ende Mai 2008. Die Projektpartner lernen so die konkreten Anforderungen der Zielgruppe an die NFC-Funktionen direkt kennen. „Visa Europes Engagement in dem O2-Pilotprojekt zeigt, dass sich Visa weltweit für die Entwicklung marktfähiger mobiler Zahlungsanwendungen einsetzt“, sagt Sandra Alzetta, Head of Innovation and Acceptance bei Visa Europe. „Das Projekt knüpft an die Einführung der kontaktlosen Technologie Visa payWave an und ermöglicht es, auf unsere weltweiten Projekterfahrungen aufzubauen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit O2 und den anderen Projektpartnern, mit denen wir die Zahlungstechnologie zur Verfügung stellen. Elektronisches Bezahlen wird somit einfacher, flexibler und bequemer.“

 

Die teilnehmenden Personen bekommen im Testzeitraum ein NFC-fähiges Nokia-6131-Telefon. Auf diesem Mobiltelefon sind NFC-Programme und die Oyster-Option bereits installiert, so dass die angebotenen Services in London komplett genutzt werden können. Um möglichst viele Einsatzgebiete testen zu können, arbeitet O2 mit großen Partnern wie Visa Europe, Transport for London, TranSys, Barclaycard, Nokia and AEG zusammen.

 

In der ersten Phase des Pilotprojektes von November bis Februar erhalten zunächst 225 Personen eine Barclaycard Visa Prepaidkarte, die deren mobiles Telefon mit einem Geldbetrag ausstattet und somit kleine bargeldlose Einkäufe bis zehn Pfund bei Londoner Händlern mit Visa payWave Akzeptanz ermöglicht. Die zweite Phase von Februar bis Mai 2008 konzentriert sich auf zusätzliche Funktionen wie den Einsatz einer PIN, Zahlungen von über zehn Pfund sowie die Möglichkeit zum Wiederaufladen.

 

Alle Teilnehmer geben regelmäßig Feedback zu den Angeboten und Funktionalitäten und urteilen somit über wichtige Eigenschaften wie einfache Handhabung und Sicherheit.

 

„Das Besondere an der NFC-Technologie ist der Zugang zu zahlreichen Kontaktlos-Funktionen. Das sind neben der Zahlungsmöglichkeit auch der Einsatz auf Reisen, beim Ticketkauf sowie sogenannten Smart-Posters, bei so genannten interaktiven Großformatpostern. Das Handy zählt zu den täglichen Begleitern und nicht nur deshalb sind die Kunden an nützlichen Zusatzfunktionen interessiert. Was ihnen besonders gefällt, erfahren wir durch dieses erste große Pilotprojekt“, ergänzt Sandra Alzetta.

 

Das Projekt ist Teil der Visa Mobile Platform Aktivitäten. Die Visa Zahlungsfunktionen ergänzen sich mit den globalen Pilotprojekten, die weltweit umgesetzt werden.

 

Hinweise für die Redaktion

 

Mobiles Bezahlen / Mobile Payment

  • Visa erprobt das mobile Bezahlen aktiv, unter anderem in Australien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Korea, Malaysia, Spanien, Taiwan und den USA.
  • NFC unterstützt im Gegensatz zu Bluetooth eine Vielzahl von branchenüblichen Protokollen, die für die Datenübermittlung bei Sicherheitsanwendungen wie Zahlungen oder Datenübertragungen eingesetzt werden. Durch Kostenersparnisse und die branchenunabhängige Einsatzmöglichkeit werden besonders Anwendungen und Dienstleistungen unterstützt, die Plastikkarten oder Papiertickets überflüssig machen.
  • Zwei NFC-kompatible Geräte ermöglichen die Kommunikation durch geringe räumliche Distanz von wenigen Zentimetern oder durch direkte Berührung der Geräte. Darüber hinaus ist NFC mit 13,56-MHz-Geräten kompatibel und basiert auf dem ISO-Standard 18092, der im Jahr 2003 erprobt wurde. In diesem ist der Standard 14443 integriert, der die sogenannten “proximity” Systeme definiert, die über eine Distanz von zehn Zentimetern Kontakt aufnehmen können. Zudem sind die Systeme von Sony (FeliCa) und Philipps (MIFARE) in dem Standard 18092 enthalten.

 

Über Near Field Communications (NFC)

  • NFC ist ein Technologiestandard für drahtlose Übertragungen auf Kurzstrecken und ermöglicht eine einfache und sichere Kommunikation zwischen zwei elektronischen Geräten. NFC besteht im Wesentlichen aus einer Kontaktlos-Funktion, die bei einer Vielzahl von Geräten zum Einsatz kommt. Dies sind unter anderem Mobilfunkgeräte, die mobiles Bezahlen oder die Datenübertragung zu Digitalkameras erlauben. Sie senden ihre Fotos anschließend nur durch eine Berührung zu einem TV-Gerät.
  • NFC ist somit eine Alternative für Anwendungen und Services, die auf Plastikkarten und Papiertickets beruhen, und lässt sich auf Unternehmen aller Branchen übertragen. NFC verändert die Art und Weise, wie Anwender Geräte und Angebote in ihrer direkten Umgebung interaktiv nutzen.
  • NFC ist mit 13,56-MHz-Geräten kompatibel und basiert auf dem ISO Standard 18092, der im Jahr 2003 erprobt wurde. In diesen Standard ist der Standard 14443 integriert. Dieser definiert die sogenannten “proximity”-Systeme, die über eine Distanz von zehn Zentimetern Kontakt herstellen. Zudem sind die Systeme von Sony (FeliCa) und Philipps (MIFARE) in dem Standard 18092 enthalten.

 

Testpersonen

  • Testpersonen sind O2 Kunden, (sowohl Prepaid- als auch Vertragskunden) und alle Inhaber von Oyster Cards.
  • In der Anfangsphase lädt Barclaycard jedes Telefon mit £200 auf. Die Testpersonen können den Betrag bei jedem teilnehmenden Händler ausgeben. Neben Zahlungen können auch Restguthaben und nahe gelegene Akzeptanzhändler per Mobiltelefon abgefragt werden.
  • 225 Probanden erhalten einen Antrag für die Barclaycard. Um an dem Versuch teilnehmen zu können, müssen die Testpersonen mindestens 18 Jahre alt sein und in London einen Weg zur Arbeit nehmen, an dem Lesegeräte vorhanden sind.
  • Die Personen wurden im Rahmen einer Telefon- und E-mail-Aktion geworben. Für ihre Teilnahme an dem Projekt erhalten sie Incentives, darunter einen Gutschein von Transport for London im Wert von £50, eine Prepaidkarte oder einen Gutschein. Beides hat einen Wert von £60, ergänzt um ein Guthaben von £200 auf der Barclaycard.

 



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