Team Visa-Athleten gehen in die Qualifikationsphase
Frankfurt – Für die Athleten von Team Visa wird es ernst. In den kommenden Monaten steht die Qualifikation für die Olympischen Spiele auf dem Programm. Mit intensivem Training bereiten sich die Team-Mitglieder auf die entscheidenden Wettkämpfe vor. „Team Visa“ ist ein europaweites Sport-Sponsoringprogramm, das Sportlegenden (Mentoren) und junge Athleten (Hoffnungsträger) zusammenbringt. Visa EU fördert in Kooperation mit seinen Mitgliedsbanken in ganz Europa olympische Hoffnungsträger, die das Potenzial besitzen, für ihr Land an den Olympischen Spielen 2004 oder den Paralympischen Spielen teilzunehmen. Das deutsche Team Visa will mit Stabhochspringerin Annika Becker, Sprinterin und Weitspringerin Astrid Höfte, Sprinterin Sina Schielke, Schwimmer Thomas Rupprath und Fechter André Weßels in das Rennen um Medaillen gehen.
Als Mentorin steht den jungen Talenten Heide Ecker-Rosendahl zur Verfügung, die selbst auf eine erfolgreiche Karriere als Leichtathletin zurückblicken kann. „Die Olympischen Spiele wären der Höhepunkt meiner Karriere. Damit würde sich ein Traum erfüllen.“ So beschreibt André Weßels seine Gemütslage wenige Monate vor Beginn des sportlichen Großereignisses und bringt damit die Stimmung im Team auf den Punkt. Die deutschen Hoffnungsträger haben sich für Athen klare Ziele gesetzt.
Thomas Rupprath möchte Bestzeiten schwimmen und im olympischen Finale um Medaillen kämpfen. Einen Platz unter den ersten drei im Weitsprung wünscht sich auch Astrid Höfte, noch wichtiger ist ihr aber die Zufriedenheit mit der eigenen Leistung. Beim Kampf um Edelmetall wird vor allem die körperliche Verfassung ausschlaggebend sein. Für Annika Becker, die noch unter den Folgen eines Trainingsunfalls leidet, steht die eigene Genesung deshalb momentan im Vordergrund, denn sie möchte „in Athen topfit an den Start gehen“.
Sina Schielke scheint hingegen ihre Verletzungsserie überwunden zu haben. Mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel will die Sprinterin bei den Olympischen Spielen aufs Siegerpodest, im Einzelrennen hat sie sich mindestens das Erreichen des Halbfinales zum Ziel gesetzt.
André Weßels hat alle Chancen, Anfang Mai bei den Weltcupturnieren in Bonn und Espinho (Portugal) das Ticket für den olympischen Einzelwettbewerb zu lösen. Was die Form der Teammitglieder angeht, zeigt sich Mentorin Heide Ecker-Rosendahl zuversichtlich. Bei den vergangenen Wettkämpfen hätten die jungen Athleten durchweg gute Leistungen gezeigt. Bevor sie sich im August mit der olympischen Konkurrenz messen dürfen, müssen jedoch alle noch die Hürden der Qualifikation überspringen.
Dies sind die entscheidenden Stationen der Teammitglieder auf dem Weg nach Athen:
- Annika Becker: DLV-Meeting in Erfurt am 13. Juni, Deutsche Meisterschaften in Braunschweig am 10. und 11. Juli
- Astrid Höfte: Ausscheidungswettkämpfe in Mannheim am 15. Mai
- Thomas Rupprath: Deutsche Meisterschaften in Berlin vom 4. bis 8. Juni
- Sina Schielke: DLV-Meeting in Erfurt am 13. Juni, Deutsche Meisterschaften in Braunschweig am 10. und 11. Juli
- André Weßels: Florett-Weltcupturnier „Löwe von Bonn“ (8./9. Mai) und GP-Arbitre in Espinho (Portugal) am 14./15. Mai
Bei allem sportlichen Ehrgeiz freuen sich die deutschen Hoffnungsträger auch darauf, das Flair im olympischen Dorf zu genießen und interessante Erfahrungen zu sammeln. Wenn sich für die jungen Athleten dann noch der Wunsch nach einer Medaille erfüllt, werden die Olympischen Spiele mit Sicherheit zu einem unvergesslichen Ereignis. Die Hoffnung reist auf jeden Fall mit nach Athen – und damit eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg. Denn Astrid Höfte stellt zu Recht fest: „Wer nicht zu hoffen wagt, dem wird das Unverhoffte nie begegnen.“
